Donnerstag, 25. Oktober 2012

Magnetic Island - Where the attraction is magnetic


03.09. - 06.09.2012

Montag
Direkt am Morgen packte ich meine Sachen zusammen um von Mission Beach nach Townsville zu fahren. Die wundervolle vierstuendige Busfahrt habe ich wirklich genossen^^. Hab ich schon erwaehnt wie sehr ich Busfahren mag?!

Mein eigentlicher Plan sah vor, dass ich mir Townsville fuer einen Tag angucke und dann mit der Faehre nach Magnetic Island fahre. Da aber das Hostel, das ich fuer mich rausgesucht hatte, noch geschlossen war und ich nach einer knappen Stunde irgendwie das Gefuehl hatte, dass ich Townsville nicht mag, nahm ich die naechste Faehre nach Magnetic Island. Spontane Entscheidungen sind doch meist die besten Entscheidungen :-).

Nach knapp 20 Minuten kam ich auf Magnetic Island an und fuhr mit dem Bus zum Hostel "Bungalow Bay - Koala Village". Das Hostel besteht aus vielen Holzbungalows mitten in der Natur. In dem von mir gebuchten Package waren 2 Naechste, freie Schnorchelausruestung und ein Abendessen inklusive.

Da es schon recht dunkel war, liess ich den Abend ruhig ausklingen und goennte mir eine kostenlose Pizza bevor ich noch zum Strand von Horseshoe Bay wanderte. Die Pizza war echt klasse, vor allem wenn man das typische Packpackeressen (Nudeln, Toast und ab und zu mal Obst) bedenkt. Der Strandspaziergang im Mondlicht war dann ein schoener Abschluss des Tages.

Dienstag
Fuer den naechsten Tag nahm ich mir vor die Insel zu entdecken und zog bepackt mit Badesachen, Schorchelausruestung und festen Schuhen los. Vom Hostel ging ich zuerst zum Strand von Horseshoe Bay. Die Bucht ist sehr langgezogen, so dass man viele Moeglichkeiten hat sich zurueckzuziehen und den Touristen die sich dort befinden zu entfliehen. Das tat ich dann auch und verweilte einige Zeit am Strand bevor ich weiterwanderte.

Direkt am Strand begann ein Wanderweg, der durch die Berge zu verschiedenen Buchten fuehrt, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind. Diese Wege sind teilweise befestigt, teilweise auch nur grob platzierte Steine/Felsen. Unterwegs hoert man es immer wieder im Gebuesch rascheln und sieht einige Tiere wenn man mal fuer ein paar Minuten anhaelt und ganz ruhig stehen bleibt. Es fallen einem so viele Kleinigkeiten auf die wirklich faszinierend sind.

Zwischendurch traf ich immer wieder Aussis, die hier selbst ihren Urlaub verbringen um den Touristenmassen des Festlandes zu entkommen. Ich muss sagen es begeistert mich immer wieder wie locker, freundlich und offen die Australier sind. Man laeuft hier einfach durch die Gegend und wird von fremden Menschen angesprochen, die einem auch noch Tips geben was man sich unbedingt ansehen sollte. Sowas wuerde es in Deutschland leider nicht geben. Zu Hause laufen die Menschen an einem vorbei ohne einen wirklich wahrzunehmen. Leider merke ich immer mehr, dass an dem Vorurteil "die Deutschen seien reservierter" wirklich was dran ist. Das trifft sicher nicht auf alle zu, aber mir faellt es doch immer wieder auf.

Nach einiger Zeit erreichte ich die Bucht "Balding Bay", eine kleine Badebucht die nur ueber den Wanderweg zu erreichen ist und somit fast menschenleer war. Der Sand war sehr fein und das Wasser total klar, so dass ich entschied dort einige Zeit zu bleiben. Der Strand ist ein inoffizieller Nacktbadestrand, weshalb dort einige entkleidete Australier zu bestaunen waren :-D. Mich stoerte das nicht wirklic, allerdings wollte ich meine Badehose doch lieber anbehalten. Nach einiger Zeit zog ich schliesslich weiter Richtung "Radical Bay".

Radical Bay liegt nur 800 Meter entfernt und ist ueber einen Wanderweg oder ueber eine unbefestigte Strasse zu erreichen. Die Bucht ist etwas groesser als Balding Bay, aber meiner Meinung nach nicht ganz so schoen. Da mir dort zu viele Menschen waren, blieb ich nur kurz dort bevor ich mein naechstes Ziel "Florence Bay" ansteuerte um dort zu Schnorcheln. Der Weg dorthin war schon sehr abenteuerlich, da der Wanderweg irgendwann auf einer unbefestigten Strasse endete und weit und breit keine Schilder mehr zu sehen waren.

Auch hier wurde ich mal wieder von der Freundlichkeit der Australier ueberrascht. Ein Auto hielt ploetzlich neben mir und der Fahrer meinte, ich sehe aus als habe ich mich verlaufen, womit er nicht ganz unrecht hatte. Er erklaerte mir netterweise in welche Richtung ich gehen musste, so dass ich die Bucht kurz darauf erreichte.

Dort angekommen, musste ich feststellen, dass man in dieser Bucht nicht wirklich gut Schnorcheln konnte, so dass ich dort lediglich ein paar Minuten am Strand war und die Aussicht genoss. Leider ist mir auch da erst aufgefallen, dass es schon ziemlich spaet war und die Sonne bald untergehen wuerde und ich zudem einen sehr langen Fussmarsch ueber den nicht immer gut befestigten Wanderweg vor mir hatte. Da ich nicht wirklich Interesse daran hatte im Dunkeln zurueckzulaufen, machte ich mich schnell auf den Rueckweg und konnte am Ende noch einen netten Sonnenuntergang in Horseshoebay bewundern.

Zurueck im Hostel traff ich dann noch zwei Finnen wieder, die ich zwei Tage zuvor in Mission Beach kennengelernt hatte. Die Welt ist wirklich klein ;-).

Mittwoch
Bevor ich mir den Rest der Insel angucken konnte, musste ich erstmal einen Arzt aufsuchen, da meine Augen seit zwei Tagen unangenehm juckten und an diesem Morgen ein schoenes Rot angenommen hatten. Letztlich hatte ich eine schoene Bindehautentzuendung und durfte fuer Arztbesuch und Medikamente 80 Dollar bezahlen. Bin mal gespannt ob die Versicherung das wirklich uebernimmt ;-).

Da ich mich davon aber nicht aufhalten liess, machte ich mich nachmittags auf in den Sueden der Insel nach Nelly Bay hinauf zum Hawking Lookout. Von dort hat man die wahrscheinlich beste Aussicht ueber die gesamte Insel. Da es schon recht spaet war entschied ich mich mit dem Bus zurueckzufahren. Auf dem Weg zur Bushaltestelle, sah ich noch einige Kakadu sowie ein Wallaby. An der Bushaltestelle angekommen, musste ich dann feststellen, dass ich den Bus verpasst hatte und nun eine Stunde warten durfte. Netterweise gab mir ein Einheimischer einen Tipp wo ich einen wirklich tollen Sonnenuntergang bewundern koennte. Was soll ich sagen, die Aussicht ist einfach super gewesen und der Sonnenuntergang ebenfalls. Die sind einfach nett, die Australier!!!



Donnerstag
Den Donnerstag liess ich dann erstmal etwas ruhiger angehen bevor ich mich aufmachte um ein paar Koalas zu sehen. Laut Reisefuehrer gibt es einen Rundweg, auf dem man ziemlich haeufig Koalas sehen kann. Leider hatte ich an diesem Tag kein Glueck, aber was will man auch erwarten wenn die Koalas bis zu 20 Stunden am Tag schlafen.

Da der Tag noch jung war, wanderte ich weiter nach Geoffrey Bay. Zum einen wollte ich an den Strand um ein bisschen zu entspannen und zum anderen gibt es dort eine Stelle wo man Rock-Wallabys fuettern kann. Die Wallabys waren so zahm, dass sie mir aus der Hand frassen und ein kleines Maedchen, dass mit ihren Eltern ebenfalls Wallabys fuetterte, erzaehlte mir wirklich alles ueber die Tiere. Bin nun quasi auch ein Experte :-D.

Im Laufe des Tages traff ich noch meine finnischen Freunde wieder, die dann abends leider schon weiterreisen mussten. Ich liess den Rest des Tages gemuetlich ausklingen und packte meine Sachen, da ich am Freitag schon sehr frueh aufbrechen wollte um weiter Richtung Airlie Beach zu fahren. Die Tage hier waren wirklich schoen, aber da ich nun alles gesehen hab (aus die Koalas) war es Zeit weiterzureisen.

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