Donnerstag, 25. Oktober 2012

Airlie Beach und die Whitsunday Islands

07.09.2012 - 12.09.2012

Freitag

Nachdem ich morgens frueh mit der Faehre von Magnetic Island aufgebrochen bin, war mein naechstes Ziel Airlie Beach, das Tor zu den Whitsunday Islands.

Dies war definitv ein Ziel auf meiner Reise, auf das ich mich von Anfang an am meisten gefreut habe, denn die vielen Bilder die man bei Google sehen kann, sind mehr als beeindruckend.

In Airlie Beach angekommen, nahm ich mir ein Zimmer im ersten Hostel, dass ich finden konnte, dem YHA. Das Hostel war eher ruhig, dafuer aber wirklich sauber, mit einem schoenen Pool, einem grossen DVD-Raum und einer grossen sauberen Kueche.

Mit Tobi und Luca aus Osnabrueck hatte ich zudem noch zwei wirklich coole Leute Typen im Zimmer, mit denen ich abends noch loszog um Airlie Beach unsicher zu machen. Da Airlie Beach nur aus einer Strasse besteht, sind die Moeglichkeiten dazu begrenzt und obwohl es Freitag war, war in den wenigen Bars nicht wirklich was los. Der Abend endete somit relativ frueh.



Samstag

Da ich so schnell wie moeglich auf die Whitsundays wollte, klapperte ich am Samstag die verschiedenen Tourvermittler ab um ein gutes Angebot zu finden. Meine Vorstellung war, dass ich nicht mehr als 400,00 Dollar ausgeben wollte und mindestens 2 Tage und 2 Naechte unterwegs sein wollte um genug Zeit fuer die wichtigstens Spots zu haben.

Da 2012 ja bekanntlich alles kann, hatte ich an diesem Tag mal wieder unglaubliches Glueck. Die Tour, die mir am meisten gefiel, war ein Trip mit Wings Diving Adventure und kostete laut Flyer 475,00 Dollar. Da derzeit aber noch keine Hauptsaison ist, kann man hier wirklich gute Last-Minute-Scnaeppchen machen. Der erste Vermittler machte mir direkt ein Angebot von 370,00 Dollar. Mit dem Angebot zog ich dann weiter und bekam noch ein anderes Angebot in Hoehe von 350,00 Dollar und eines in Hoehe von 320,00 Dollar. Und das alles fuer die gleiche Tour mit dem gleichen Boot und den exakt gleichen Leistungen.

Letzteres nahm ich dann natuerlich an und freute mich, dass ich mal eben 155,00 Dollar gespart hatte und buchte die Tour direkt fuer den naechsten Tag. Wie ich spaeter erfahren habe, bekommt man diese extremen Rabatte wirklich nur vor Ort und wenn man sie last-minute bucht. Ein Maedel, dass ich spaeter auf dem Boot kennenlernen sollte, hat die Tour schon vor einer Woche gebucht und den vollen Preis bezahlt ;-).

Abends zog ich dann mit Tobi und Luca, sowie George und Valentina aus Hamburg durch die Bars. Es war schon mehr los als am Freitag, aber wirklich zugesagt haben uns die Bars nicht. Die Leute waren meist total betrunkene Englaender die so aussahen als ob sie nicht nur Alkohol konsumiert haetten.



Sonntag

Da Die Tour erst um 12 Uhr startete hatte ich noch genug Zeit zum auschecken und zu fruehstuecken bevor ich mich auf den Weg zum Pier machte. Im Bottleshop kaufte ich mir noch ein 10er Pack Bier wobei ich hier nicht erwaehne was ich dafuer bezahlt habe. Man muss sich auf mal was goennen ;-)!!! Ausserdem kaufte ich mir noch Tabletten gegen Seekrankheit. Nach meinen letzten Erfahrungen erschien mir das sinnvoll und es sollte sich als wirklich gute Investition herausstellen.

Kurz darauf begann der Check-In und Woody, eines der Crewmitglieder (und mit Abstand der lustigste Typ auf dem Boot)ging mit uns kurz die formalen Dinge durch bevor wir an Board der Wings 3 gingen. Dort wurden wir vom Captain Pete und von Crewmitglied Sammy mit einer wirklich guten Pizza empfangen.

Es folgte eine kurze Sicherheitsbelehrung bevor uns die Kabinen zugeteilt wurden und unsere Tour Richtung Whitsunday Islands startete. Von Anfang an schaukelte unser Katamaran sehr und ich wahr froh schon zwei Tabletten genommen zu haben, denn sie schienen zu wirken.

Das Wetter war an diesem Tag wirklich perfekt, so dass sich alle nach kurzer Zeit auf dem Deck wiederfanden und die Sonne genossen. Ich konnte bei entspannter Musik wirklich super abschalten, waehrend ich das leuchtend blaue Wasser bestaunte und mir der Wind ins Gesicht blies. Besser kann eine Tour nicht starten!!!

Nach knapp 2 Stunden erreichten wir unseren ersten Tauchspot, die Blue Pearl Bay vor Hayman Island. Da ich an diesem Tag leider noch etwas erkaeltet war, entschied ich mich auf das Tauchen zu verzichten und stattdessen zu Schnorcheln. Ausserdem hatte ich mir vorgenommen mal etwas Geld zu sparen damit ich nicht Ende Oktober wieder nach Hause fliegen muss :-D.

Das Schnorcheln war wirklich klasse und es gab in der Bucht wirklich einiges zu bewundern. Gluecklicherweise klappte es dieses Mal auch wesentlich besser als bei meinem letzten Versuch vor einigen Wochen. Nachdem ich dann zum Strand geschwommen war und dort einige Zeit entspannte ging es auch schon weiter.

Zur Staerkung gab es von der Crew eine Platte mit Kraeckern, Salami, Kaese, Gemuese sowie einem leckeren Sour-Creme-Chilli Dip.

Waehrend wir uns staerkten ging die Fahrt auch schon weiter. Unser naechstes Ziel war Hook Island und Caves Cove, wo wir die Nacht verbringen wollten. Auf dem Weg dorthin sahen wir einen wundervollen Sonnenuntergang und ich kann nur fuer mich sprechen wenn ich sage, dass ich bisher keinen schoeneren gesehen habe.

An unserem Ziel angekommen, wurden wir mit einem leckeren Dinner, bestehend aus Haehnchenfilet, Reis, frischem Gemuese, Baguettes und einer leckeren Pesto-Tomaten-Creme versorgt. Den Rest des Abends verbrachte ich damit mich zu entspannen und den unbeschreiblichen Sternenhimmel zu bewundern. Ich glaube ich habe noch nie einen solchen Sternenhimmel gesehen, sogar die Milchstrasse war deutlich zu erkennen. Ich lag noch sehr lange an Deck, total fasziniert von dem was ich dort oben sah, bevor ich irgendwann in der Nacht schlafen ging.



Montag

Wie bereits am Vortag von der Crew angekuendigt, brachen wir frueh am Morgen auf um unser naechstes Ziel anzusteuern - Whitsunday Islands mit dem oft als Postkartenmotiv verwendeten Whitehaven Beach.

Leider habe ich den Fehler gemacht nicht direkt aufzustehen als wir losfuhren und keine Tablette genommen. Es schaukelte naemlich sehr und noch bevor ich zum Fruehstueck ging, drehte sich alles. Somit brauchte ich einige Minuten an der frischen Luft bevor es mir wieder einigermassen gut ging und ich das Fruehstueck bestehend aus Muesli, Toast, Obst und Kaffee geniessen konnte.

\ Kurz nach dem Fruehstueck erreichten wir Tongue Bay, vor Whitsunday Island und wurden mit einem kleinen Boot auf die Insel gebracht. Von dort starteten wir unseren Bush-Walk zum Hill Inlet Lookout und machten zwischendurch immer wieder lustige Fotos.

Oben angekommen kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Keine Postkarte, kein Foto kann diesen Anblick auch nur ansatzweise festhalten. Diese Insel ist fuer mich mein bisher absolutes Highlight in Australien, denn ich kann mich nicht erinnern bisher etwas so Wunderschoenes gesehen zu haben. Der Sand sieht so unglaublich weiss aus, waehrend das Wasser in einem wunderschoenen Tuerkisblau erleuchtet. Hinzu kommt der Regenwald mit einem satten Gruen.

Dort oben verbrachten wir einige Zeit um die Aussicht zu geniessen und viele Fotos zu machen, bevor wir uns zu eben diesem Strand aufmachten. Ein Pfad fuehrte uns direkt vom Aussichtspunkt durch den Wald zum Strand. Auf dem Weg dorthin sah ich dann auch zum ersten Mal eine etwas groessere Schlange die unseren Weg kreuzte, sich aber nicht fuer uns zu interessieren schien.

Whitehaven Beach ist der mit Abstand schoenste Strand den ich bisher gesehen habe. Der Sand ist wie pulver, total weich und fein waehrend das Wasser wundervoll tuerkisblau leuchtet. Durch die Sonne und die Reflektion wird man im ersten Moment fast ein bisschen geblendet.

Wir erkundeten den Strand, gingen Baden und machten wirklich fantastische Bilder. Vor allem Sammy von der Crew hatte immer wieder lustige Ideen was wir fuer Fotos machen koennten, so dass wir extrem viel Spass hatten.

Ich haette wirklich noch den ganzen Tag dort verbringen koennen, aber wir hatten noch einige weitere Ziele an diesem Tag und mussten dadurch rechtzeitig aufbrechen. Also ging es zurueck zum Boot, wo wir mit Kaffee und leckeren Cookies empfangen wurden. Wahrend unserer Fahrt zum naechsten Tauchspot/Schnorchelspot, genoss ich die Seeluft bei entspannter Musik auf dem Deck. Kurz bevor wir unser naechstes Ziel erreichten gab es dann nochmal einen kleinen Snack, bestehend aus Baguettes, die wir uns nach Belieben mit Ham, Kaese und verschiedenem Gemuese und verschiedenen Sossen belegen konnten.

Nach dieser wirklich guten Staerkung waren wir alle bereit in Wasser zu gehen. Der angesteuerte Ort war die Luncheon Bay vor Hook Island. Das Schnorcheln war noch wesentlich besser als am Vortag, da das Wasser dort noch viel klarer war und ich viel mehr und vor allem buntere Fische sah. Auch die Farben des Riffs waren ganz anders. Schoen war vor allem, dass wir ausreichend Zeit zum Schnorcheln hatten und uns alles in Ruhe angucken konnten. Generell war die Tour wirklich gut organisiert, so dass wir eigentlich ueberall genug Zeit hatten und nicht das Gefuehl aufkam von einen Ort zum naechsten zu eilen.

Von der Luncheon Bay ging es weiter zu Manta Ray Bay. Da auch diese Bucht vor Hook Island liegt, war die Fahrt wirklich kurz, so dass wir schon kurz darauf erneut ins Wasser konnten. Da das Schnorcheln zuvor schon so faszinierend war, konnte ich mir nicht vorstellen dort noch mehr zu sehen. Aber wie schon so oft in Australien wurde ich auch hier wieder ueberrascht.

Die Farben der Korallen waren an diesem Spot noch viel schoener und vor allem klarer zu erkennen, es waren noch mehr Fische zu sehen als zuvor und vor allem auch einige wirklich grosse. Teilweise wusste ich gar nicht so recht wo ich zuerst gucken soll, da es einfach so unglaublich viel zu entdecken gab.

In Anschluss an das Schnorcheln segelten wir nach Caves Cove, dort sollten wir wie schon am Vortag die Nacht verbringen. Die zertifizierten Taucher hatten zudem noch die Moeglichkeit dort einen Night-dive zu machen. Waehrend also einige von uns sich fuer ihren Tauchgang vorbereiteten, genoss ich den Sonnenuntergang und unterhielt mich derweil mit Steve aus Schottland.

Als dann alle wieder zusammen waren, wurde von Sammy noch ein fantastisches Chop Suey serviert, bevor Woody uns dann noch die Bilder des Tages in einer sehr lustigen Fotoshow zeigte. Den Abend liess ich anschliessend ruhig ausklingen, denn am naechsten Morgen ging es schon sehr frueh weiter.



Dienstag

Bereits um 7 Uhr morgens fruehstueckten wir, da es direkt nach dem Fruehstueck wieder ins Wasser ging. Caves Cove, wo wir auch die Nacht verbracht haben, war am an diesem Tag auch der Ort an dem wir Schnorcheln oder Tauchen konnte. Mit Stingersuit und Schnorchelausruestung ging es also wieder in Wasser. Auch wenn das Wasser dieses Mal leider etwas trueber war, hat das Schnorcheln wieder unglaublich viel Spass gemacht. Und ich war direkt richtig wach, denn das Wasser war doch noch etwas frischer an diesem Morgen.

Nachdem nun alle wieder auf dem Boot waren, ging es zurueck nach Airlie Beach, dass wir gegen 10:30 am Vormittag erreichten. Dort verabschiedete sich die Crew von allen sehr herzlich und ich verabredete mich mit einigen Mitreisenden noch fuer den Abend.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass die Tour wirklich wundervoll war. Die Crew war wirklich super, wir wurden gut versorgt, alles war super organisiert und die Stimmung war hervorragend. Die einzelnen Spots waren gut ausgewaehlt und wir hatten immer ausreichend Zeit um alles auch wirklich geniessen zu koennen. Das Segeln war genau wie das Schorcheln wunderbar und Whitsundays Island wird wohl fuer laengere Zeit mein Highlight bleiben. Das Boot war insgesamt sehr international (England, Schottland, Italien, Australien, Belgien, Niederlande, Kanada, Japan und Deutschland) und ich habe dort wirklich nette Menschen kennengelernt. Die Tour war in meinen Augen definitiv jeden Cent Wert und ich wuerde sie jederzeit wieder buchen.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Relaxen bevor es dann am Abend ins Beaches ging, wo ich einige Mitreisende wiedertraf. Mit Steve, Tegan, Herjan und Satomi hatte ich einen wirklich lustigen Abend mit toller Livemusik und einigen Drinks.



Mittwoch

Meinen letzten Tag in Airlie Beach verbrachte ich recht unspektakulaer an der Lagune. Da ich noch von den Eindruecken der letzten Tage ueberwaeltigt war, war mein Tatendrang an diesem Tag doch ziemlich gering. An der Lagune traf ich dann noch Satomi, die wie ich erst um Mitternacht mit dem Bus nach Agnes Water fahren wollte. Im Laufe des Tages besuchten wir Tobi und Lukas im YHA und schauten dort zum Zeitvertreib noch einige DVD's bevor wir um kurz vor Mitternacht dann Airlie Beach Richtung Agnes Water verliessen.

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